Hallo Leute,

das hier *einmal rumzeig* ist mein Blog für meinen Aufenthalt in VietNAM!!! Am 16. September gehts los, dann werde ich einen Monat in Hanoi sein und danach die restliche Zeit in Hoi An verbringen, wo ich in meinem Projekt "Bewahrung kulturellen Erbes arbeiten werde. Schaut euch einfach mal um!!!

Mittwoch, 26. August 2009

Die letzten Wochen

Jaja, nun ist es soweit gekommen. Es sind die letzten Wochen in Vietnam angebrochen. Was habe ich in letzter Zeit gemacht?
Ich habe noch einen kleinen Ausflug nach Da Lat und Mui Ne unternommen, um mir noch einmal Viet Nam anschauen zu können und mich in gewisser Weise von diesem Land zu verabschieden. Es war eine wirklich schöne Tour, da ich mich keinen großes Reisestress gemacht habe, sondern einfach nach Da Lat gefahren bin, dort ein paar Tage zugebracht habe und dann weiter nach Mui Ne.
Da Lat hat mir vom Klima ausgesprochen gut zugesagt. Es ist sieht beinahe so aus wie in Südfrankreich. Aber auch nur beinahe, denn die ganzen Motobikes und das Gehupe ließen einen doch nicht vergessen, dass man sich immer noch in Viet Nam befunden hat. In Da Lat gibt es vier Dinge, die dort sehr gut wachsen: Wein (der einzige in Viet Nam), Erdbeeren (auch die einzigen), jede Menge Blumen und noch mehr Hotels. Doch trotz dieser Unmenge an Tourismus ist Da Lat um einiges entspannter als Hoi An. Denn der Tourismus in Da Lat ist nicht auf westliche Touristen ausgelegt, sondern auf die vielen vietnamesischen Touristen, die dort sehr gerne in Urlaub fahren, und sehr viele Paare, die dort ihre Hochzeitsreise hin unternehmen. Die Stadt der Blumen und der Liebe, das ist Da Lat auch. Und der unglaubliche Kitsch, den man dort finden kann, beweist das auch.
Als ich dann nach vier Tagen nach Mui Ne fuhr, überkam mich dann ein leichter Klimaschock. Von einem der kühlsten Orte des Landes in einen der heißesten. Mui Ne.
Mui Ne liegt am mehr, in einer sehr trockenen Gegend. Die Landschaft dort ist sehr abwechslungsreich. Es gibt dort Reisfelder, die durch große Auffangbecken mit Wasser versorgt werden, trockene Graslandschaften mit einzelnen Gebüschen dazwischen und riesige Flächen mit Sanddünen, die schon beinahe einer Wüste gleichkommen. Durch diese Sanddünen bin ich dann auch einen ganzen Nachmittag hindurch gewandert. Die Sonne brannte und wenn ich mir vorstelle, irgendwann einmal in der Wüste ausgesetzt zu sein, dann kann ich mir durchaus vorstellen, wie verzweifelt man werden kann.
Zum Glück war mein Motobike immer nur eine halbe Stunde Fußweg von mir entfernt und Wasser genug hatte ich auch dabei. Ein schön, schauderiges Gefühl ist das, wenn man zwischen zwei großen Sanddünen steht und nichts anderen sieht, als den roten, gelben Sand und den beinahe azurblauen Himmel über einen. Das Einzigste was man hört, ist der Wind, der über den Dünenkam weht und der Düne einen Schweif aus Sand aufsetzt. Total verschwitzt, mit Sand am ganzen Körper und ein wenig Sonnebrand kam ich dann aus der Wüste zurück und averbrachte den Abendnoch gemütlich, bevor ich am nächsten Tag wieder nach Hoi An fahren sollte.

Jetzt bin ich wieder hier und es sind nur noch 10 Tage bis ich nach Ha Noi fliege und noch 15 Tage bis ich nach Deutschland zurück komme. Es gibt noch so vieles zu tun und noch so viele Leute zu treffen, dass ich mir manchmal wünsche, dass der Stress schon vorbei wäre und ich zuhause sitzen könnte.

Ich freue mich auch schon sehr wieder nach Deutschland zurück zu kommen, genauso, wie ich es vermissen werde nicht mehr in Viet Nam zu sein. Ich will jetzt keine großen Reden schwingen, was alles an Viet Nam gut und schlecht ist und was an Deutschland. Das hebe ich mir vielleicht für einen späteren Eintrag auf, wenn ich wieder da bin. Nur soviel weiß ich sicher, dass beide Länder Dinge mitsichbringen, die ich mag und die ich nicht mag. Der Abschied hier ist ein Neuanfang dort.
Und Abschiede sind ja oft nicht für immer.


Insofern, liebe Grüße aus Viet Nam und vielleicht sieht man sich in Deutschland wieder!!!

Manuel

Samstag, 1. August 2009

Zu Fuß ist auch ganz gut!

Hallo hallo,

ein kurzer Bericht über mein neuestes Abenteuerchen. Bin vor zwei Tagen die Strecke Hoi An - Da Nang (etwa 31 km) in einer Zeit von 2 Stunden und 38 Minuten gejoggt. Ich hatte dieses Unterfangen schon seid längerem geplant und darauf hintrainiert. Meine weiteste Strecke, die ich jemals zuvor gelaufen bin, war vielleicht 15km, aber irgendwann musste ich mal was weiteres ausprobieren.
Ich bin um 9 Uhr abends losgelaufen, weil sich die Luft bis dahin genügend abgekühlt hat. Mit Taschenlampe, MP3 Player, Bauchtasche mit einer kleinen Wasserflasche und Notfallhandy hab ich mich auf den Weg gemacht.
Die Stracke führt zuerst über eine gut ausgeleuchtete Straße hin zur Strandstraße. Die Strandstraße selber führt durch ein Dorf, dass sich entlang dieser zieht. Das war auch der "gefährlichste" Abschnitt des Laufes, weil es dort keine Strassenbeleuchtung gibt und es genügend Hunde gibt, die einem Vorbeilaufenden sehr gerne anbellen und vielleicht auch anhapsen möchten. Davon hab ich dann auch drei getroffen, aber es ist nichts passiert, bin einfach schnell weiter. Dort, wo die Provinz Quang Nam, zu der auch Hoi An gehört, aufhört und die Stadt Da Nang anfängt, ist auch wieder Straßenbeleuchtung und die Straße ist sehr gut.
Als ich dann an Marple Mountain vorbeikam, was ungefähr 3/4 der Strecke ausmachte, hat mein eingerosteter MP3 Player ganz den geist aufgegeben und ich musste ohne Musik weiterlaufen. Was ziehmlich einsam ist. Ab Marple Mountain wurde es auch recht anstrengend und die letzten 5km haben auch nicht mehr richtig Spaß gemacht. Aber ich habs geschafft.
Lucas ist dann auch zur Rechten Zeit vorbeigekommen, um mich den letzten Km zu begleiten, zu fotografieren und mich mit Wasser zu versorgen.
Nach einiger Erholzeit sind wir dann zurück nach Hoi An gefahren. Am nächsten Tag erstmal lang geschlafen und dann ausgiebig gefrühstückt.

Lecker!!!



Achso, Maria und Lucas sind heute nach Ha Noi aufgebrochen, wo sie noch sechs Tage verbringen werden und dann wird die gesamte erste Gruppe schon ausreisen!!!
Troi Oi! Für mich sind es auch nur noch 6 Wochen!


Gruß
Manuel

Freitag, 24. Juli 2009

Die Zeit rennt!

Gestern abend habe ich angefangen, die Sachen auszusortieren, die ich hier lasse; ich habe schon eine Liste, welche Dinge ich noch kaufen will; ich beginne Fotos von allen möglich Leuten und Orten zu machen, weil ich glaube, dass ich sie nicht mehr wiedersehe.
Die Zeit rennt!!!
6 Wochen bleiben mir noch. Das ist soviel Zeit, wie damals die Sommerferien lang waren. Und jeder weiß, wie oft dachte man, 6 Wochen sind eine kleine Ewigkeit. Und dann waren die Ferien auch schon wieder vorbei und die Schule find von neuem an.
Tja, und in einer Woche fährt schon die erste Gruppe nach Ha Noi und in zwei Wochen sind sie wieder in Deutschland.
Allein deswegen haben wir schon seid mehreren Wochen die Unruhe weg. Die anderen reden schon immer darüber, was sie denn als Erstes machen, wenn sie wieder in Deutschland sind. Und dann fängt man automatisch auch schon an daran zu denken.
Ich freue mich wieder sehr auf Deutschland und darauf mit dem Studium anfangen zu können. Aber ebenso traurig bin ich darüber, das ich die anderen Freiwilligen so schnell nicht wiedersehen werde und auch viele nette Menschen in Viet Nam zurücklassen werde.

Liebe Grüße aus Viet Nam

Manuel

Dienstag, 14. Juli 2009

Happy Birthday to me!

Hallo hallo,

vor gerade mal drei Tagen war mein Geburtstag und ich wollte ein wenig darüber berichten. 21 Jahre bin ich jetzt alt geworden. Somit ganz volljährig, ich habe nun auch das passive Wahlrecht, bin voll Straffähig, aber was das beste ist: Ich darf mein Motorrad voll ausfahren!!! Leider erst, wenn ich wieder in Deutschland bin, aber egal. Ist ja nicht mehr solange hin.

Ich bin mir nicht ganz sicher, ab wann man in Viet Nam für volljährig gehalten wird. Auf jedenfall fahren schon die kleinen Kinder mit Motobikes durch die Gegend und geheiratet wird meist schon ab 22 Jahren. Meine Arbeitskollegen meinten auch schon, dass ich in den nächsten paar Jahren auf jedenfall heiraten sollte... .

Tja, was habe ich alles so gemacht an meinem Geburtstag. Erst einmal bin ich mit Maria und Esther in unserem, von Touristen unentdeckten, vietnamesischen Café frühstücken gegangen. Danach bin ich nach Da Nang gefahren und habe mir zum ersten Mal in meinen Leben originale Converse Schuhe gekauft! In Deutschland war mir das Geld immer viel zu schade für die Dinger, aber wenn man hier in Vietnam nur 23€ für ein originales Paar bezahlt, dann kann man das schon machen.
Danach habe ich die liebe Nora vom Da Nanger Bahnhof abgeholt, da sie uns eine Woche lang besuchen gekommen ist und habe sie erstmal nach Hoi An gebracht.
Kaum zuhause angekommen, habe ich meine "Golferklamotten" (zumindest sahen sie ein wenig so aus) übergeworfen und bin zum Golfplatz gefahren. Von Florian und Freddy bin ich nämlich zu meinem Geburtstag zum Golfspielen eingeladen worden.
Zuvor habe ich es nur ein einziges Mal kurz versucht, aber ich muss sagen, dass die Abschläge doch relativ gut geklappt haben.
Nachdem wir vom Golfplatz zurückkamen, sind wir mit alle Mann und Frau ins Friendship gegangen, um etwas zu essen. Dort habe ich von Besitzern sogar mein Essen ausgegeben bekommen! Unglaublich nett!
Danach ging es noch in die Launch Bar, wo ich von Zarra und Lorenz ebenfalls ein Getränk meiner Wahl ausgegeben bekommen hab. Mein Gott, ich sollte öfters überall an meinen Geburtstagen Essen und Trinken und Golfspielen und was-weiß-ich-was gehen.

Und das war dann auch mein Geburtstag. Ich hatte sehr viel Spaß und bedanke mich bei allen, die mir gratuliert haben und die mit mir gefeiert haben.

Ganz herzlichen Dank an Daniel und die vier anderen von Tankstelle, der sich die Mühe gemacht hat, mich um 5 Uhr morgens aus dem Bett zu klingeln, um mir nach deutscher Zeitrechnung um 0.01Uhr zum Geburtstag zu gratulieren.

Tschöhöhööööööööööööööööööööö
Manuel