Hallo Leute,

das hier *einmal rumzeig* ist mein Blog für meinen Aufenthalt in VietNAM!!! Am 16. September gehts los, dann werde ich einen Monat in Hanoi sein und danach die restliche Zeit in Hoi An verbringen, wo ich in meinem Projekt "Bewahrung kulturellen Erbes arbeiten werde. Schaut euch einfach mal um!!!

Montag, 15. Dezember 2008

Schon ein viertel Jahr ist rum.

Ja, heute ist der 15. Dezember und noch neun Monate verbleiben bis mein Vertrag auläuft und ich nach Deutschland zurückkomme. Wie mein Leben hier in Viêt Nam aussieht, habe ich ja schon des öfteren geschildert und wenn irgendwelche großartin Ereignisse dazukommen, dann werde ich natürlich auch hier in meinem Blog darüber schreiben. Ich kann schon einmal jetzt sagen, dass ich nach Neujahr wieder einiges werde zu schreiben haben, da ich sehr wahrscheinlich über Silvester in Nha Trang bin. Das ist eine Stadt, die soll wunderschön sein und liegt etwa 500km weiter südlich von Hôi An. Ich werd die Strecke sehr wahrscheinlich mit dem Motorbike zurücklegen. Um Weihnachten herum kaufe ich mir nämlich eins :-) und dann wird erstmal eine große Tour gemacht.

Ich weiß nicht, wieviele Leute hier in meinem Blog vorbeischauen? Ich hab zwar einen Gadget hier in meinem Blog eingefügt, wo sich jeder eintragen kann, der meinen Blog regelmäßig mal anschaut, aber bis jetzt hat das noch niemand gemacht und Kommentare bekomme ich auch nicht mehr...
Weihnachten steht vor der Tür, aber hier merkt man davon nicht viel. Ich würde mir zu Weihnachten wünschen, dass ich jede Menge emails von euch allen bekomme, damit ich was zu lesen hab. Oder ihr könnt mir auch Briefe, Postkarten oder Fotos schicken!! Meine Wände hier in meinem Zimmer finde ich noch immer viel zu kahl. Macht schon Leute. Ich hab keine Lust Selbstgespräche in meinem Blog zu führen, das wird irgendwann auch langweilig.

Tschüssi

Mittwoch, 10. Dezember 2008

Die Milch machts...

Eigentlich ist es nicht nur die Milch die es macht, es sind die kleinen alltäglichen Dinge, die das Leben in Deutschland, aber auch das Leben in Viêt Nam ausmachen.

Im Moment sitze ich gerade bei unserem Stammkaffeemann am Fluss und schreibe diesen Blogeintrag vor, weil er in seinem “Cafe”, welches aus ein paar Plastiktischen und Stühlen und einigen Sonnenschirmen besteht, leider noch kein WiFire-Anschluss hat und ich deswegen auch nicht ins Internet komme.

Aber wie ich schon versuchen wollte klarzustellen, ist es nicht nur Milch die hier in Viêt Nam das Leben bestimmt. Eigentlich wird auch gar nicht soviel Milch hier getrunken, es sei denn diese zehe, viel zu süße (sollte man sie pur trinken) Kondensmilch, die in den lecker vientamesischen Ca Phe gehört, womit ich nun wieder einen Bogen zu meinem Kaffeemann geschlagen habe.

Nein, es sind sind nicht die Ausflüge nach Cu Lao Cham oder die Sehenswürdigkeiten in Hà Nôi oder in Hôi An die Viêt Nam zu Viêt Nam machen. Es ist das Gehupe der Motorbikes, dass mich jeden morgen um 5.50Uhr aus meinem Schlaf weckt und das dich den ganzen Tag über begleitet. Es sind die alten Flusskähne, die knatternd jeden Tag von der einen Flussseite zur anderen fahren. Es ist das Mittagessen im vegetarischen Restaurant, dass sich ganz versteckt in einer kleinen Seitengasse befindet und bei dem eine man alle möglichen und unmöglichen Gericht bekommt und dass alles für ungerechnet 50 Cent.

Manchmal denke ich darüber nach, was ich doch alles hier in Viêt Nam vermisse, und ich muss sagen, dass es eigentlich Dinge sind, die mir in Deutschland nie aufgefallen sind, weil ich sie für normal und alltäglich hielt. Und dann werde ich vom Ruf der Puddingfrau, die jeden Tag -bei Regen und bei Hitze- durch die Strassen geht und ihren Pudding verkauft, aus meinen Gedanken gerissen und bemerkte, dass soetwas auch schon für mich alltäglich geworden ist und ich das wiederrum in Deutschland vermissen werde.

Es gibt soviele wunderbare Kleinigkeiten in diesem Land, die mir jeden Tag begegnen und die ich nicht mehr aktiv wahrnehme, aber genauo diese Kleinigkeiten werden im Gedächtnis bleiben.

Und an so einem wunderschönen Tag wie heute (ca. 26°, sonnneschein und eine Luft wie an einem Frühlingstag, obwohl es Dezember ist) da bekommt man wieder ein Auge für all das und man freut sich einfach darüber.

Und wenn ich heute nach der Arbeit schnell nach Hause fahren werde, mir meine Schwimmsachen schnappe und aufbreche zum Strand, weil ich noch die letzten Sonnenstrahlen ausnutzen will. Dann werde ich an Strassenimbissen vorbeifahren, die von einer Minute auf die andere auf- und abgebaut werden, ich werde an den Reisfeldern vorbeifahren und Bauern sehen, die mit ihren Wasserbüffeln Knietief im Schlamm stehen, und an Häusern vorbeifahren, aus denen jedes Kind einem “Hello” engegenruft.

Und vielleicht (ich sage “vielleicht”, weil ich das einfach nicht bei jedem machen kann) werde ich dann auch zurückrufen “Xin chao” oder “Hello” und das Kind wird sich tierisch darüber freuen. Und vielleicht wird es ins Haus zurücklaufen und sein Glas Milch austrinken.

Denn die Milch macht es nunmal...

Und all das ist Viêt Nam.